Daniel Krause siegte vor Gericht – doch profitieren wir alle davon?

Gewinner des Prozesses vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen: Lehrer Daniel Krause - Bild: Ismail Ceylan

Über den erneuten großen Sieg des Lehrers Daniel Krause vor Gericht haben zahlreiche Medien bereits ausführlich berichtet. In der humanistischen islamkritischen Szene wurde dieser Sieg mit Freude aufgenommen und teils ausgiebig gefeiert. Doch geht von diesem erfolgreichen Ausgang des Prozesses wirklich ein positives Signal dahingehend aus, dass Lehrer und andere Beamte in Deutschland an sofort mit größerer Rechtssicherheit den Islam kritisieren dürfen? Zweifel hieran hat nach genauer Lektüre des Urteils ein Autor von Citizen Times.

Verwaltungsgericht weist Klage von muslimischem Tierschänder klar ab

Opferfest

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat dem Kläger Metim D. nahegelegt, seine Klage zurückzuziehen, berichtet die Presse. Metim D. hatte den Kreis Recklinghausen verklagt, weil dieser sich geweigert hatte, eine Genehmigung zu erteilen, aufgrund derer der Kläger in seinem Betrieb in der Stadt Marl 1000 Schafe täglich hätte schächten dürfen. Der Gerichtssaal war laut Medienberichten bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Prozess sollte offiziell bereits vor Monaten stattfinden, war aber auf diese Woche vertagt worden.

Verwaltungsgericht Koblenz urteilt: Islamofaschist darf nicht studieren

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat entschieden: Ein verurteilter Helfer von Al-Kaida darf in Deutschland nicht Informatik studieren. Eine Beschwerde des Palästinensers mit syrischem Pass gegen diese Entscheidung der Ausländerbehörde wies das Gericht ab. Netzwerke aus Terroristen hätten ein besonderes Interesse an Menschen mit Kenntnissen im Umgang mit Computern, außerdem habe der Mann das Internet bereits für seine Straftaten genutzt, lautete die Begründung, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte

Mutter nach illegaler Beschneidung ihres Sohnes gerichtlich verurteilt

Im Kanton Zürich ist vorgeschrieben, dass beide Elternteile einer Beschneidung ihres Sohnes zustimmen müssen, bevor ein solcher Eingriff vorgenommen werden darf. Nun hat ein Gericht  eine junge Mutter wegen Körperverletzung verurteilt, weil sie gegen den Willen des Vaters den gemeinsamen Sohn hat beschneiden lassen. Die Behörden waren durch Meldungen über häusliche Gewalt auf diese Familie aufmerksam, berichtet die Schweizer Presse.

Oberlandesgericht Hamm verbietet Beschneidung eines Sechsjährigen

Eine heute veröffentlichte Pressemitteilung des Oberlandesgericht Hamm gibt Aufschluss darüber, wie die neue Beschneidungsvorschrift (§ 1631 d BGB) in besonderen Streitfällen auszulegen ist. Geschiedene Kindeseltern aus Dortmund hatten darüber gestritten, ob die mittlerweile anderweitig verheiratete Kindesmutter ihren sechs Jahre alten Sohn beschneiden lassen darf. Nun hat das Oberlandesgericht Hamm ein Urteil der Vorinstanz bestätigt, wonach eine solche Beschneidung nicht stattfinden dürfe. 

Islamkritiker begrüßen Urteil zum Schulschwimmen von Musliminnen

Das Bundesverwaltungsgericht hat in dieser Woche geurteilt, dass es muslimischen Mädchen zumutbar ist, im Burkini am Schulschwimmen teilzunehmen. Ein Anspruch auf Befreiung von diesem Unterricht bestehe nicht, so die Richter in Leipzig. Unter humanistischen Islamkritikern hat dieses Urteil weitgehend Zustimmung gefunden, verbunden aber auch mit mahnenden Worten. Hier zwei Beispiele von Kommentaren bekannter Islamkriktiker aus der humanistischen Szene:

Der Buchautor Dr. Daniel Krause mahnt auf Citizen Times“Noch mehr zu hoffen ist, dass die deutsche Politik das nun gefallene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht ähnlich torpediert wie Mitte 2012 das Urteil des Kölner Landgerichts gegen die Beschneidung von Jungen. Damals hatten Juden und Muslime gemeinsam an einem Strang gezogen und erreicht, dass eine breite Mehrheit im Bundestag ein Gesetz zur Legalisierung der Beschneidung verabschiedete.”

Die Buchautorin Serap Cileli  lehnt auf cileli.de Burkinis ab: ” Der junge Körper eines Kindes wird zum Sexualobjekt erklärt, den man bedecken muss, damit es zu keiner sündhaften Handlung kommt. Erneut wird die Reinheit, Unberührbarkeit und Jungfräulichkeit des Mädchens zum Heiligtum der Familie erhoben, dessen Verlust das Ansehen und die Ehre beschmutzen. Bei den Erwachsenen ist der Horizont auf die Sexualität allerdings oft stark verengt. Sie reduzieren die natürliche Neugier und die Sexualität auf sexuelle Handlungen und Lustbefriedigung. “