“Religion ist Privatsache” gegen Legalisierung der Beschneidung

Auch in Österreich ist jetzt die Beschneidungsdebatte entbrannt. Die Initiative “Religion ist Privatsache” stemmt sich gegen den vorläufigen Entwurf für ein neues Islamgesetz. Sie befürchtet eine endgültige Legalisierung der religiösen Beschneidung von jungen Männern und Kindern. Ein Artikel hierüber ist im “Standard” zu lesen.

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Warum genitale Beschneidung doch nicht das AIDS-Risiko mindern kann

Immer wieder ziehen Muslime peinliche Schein-Argumente heran, um die umstrittene Beschneidung an Jungen zu legitimieren. Manchmal wird gar behauptet, die Entfernung der Vorhaut helfe gegen AIDS.  Das jedoch ist lebensgefährlicher Unsinn, wie Stefan Schritt nachweist. Er entlarvt die schlechte Recherche einer Autorin, die über den “Nutzen” der Beschneidung in Uganda schrieb, in einem Aufsatz beim Humanistischen Pressedienst

Matthias Franz veröffentlicht Buch gegen Beschneidung von Jungen

Die Auseinandersetzung um die religiös begründete Genitalbeschneidung von Jungen bewegt sich im Spannungsfeld der Grundrechte auf Religionsfreiheit einerseits und auf körperliche Unversehrtheit andererseits. Leidvolle körperliche, sexuelle und seelische Langzeitfolgen der Beschneidung sind möglich und belegt. Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute äußern sich in einem neuen Buch von Matthias Franz kritisch zur diesem religiösen Ritual.

Mutter nach illegaler Beschneidung ihres Sohnes gerichtlich verurteilt

Im Kanton Zürich ist vorgeschrieben, dass beide Elternteile einer Beschneidung ihres Sohnes zustimmen müssen, bevor ein solcher Eingriff vorgenommen werden darf. Nun hat ein Gericht  eine junge Mutter wegen Körperverletzung verurteilt, weil sie gegen den Willen des Vaters den gemeinsamen Sohn hat beschneiden lassen. Die Behörden waren durch Meldungen über häusliche Gewalt auf diese Familie aufmerksam, berichtet die Schweizer Presse.

Norwegen könnte Beschneidung bei Jungen endlich komplett verbieten

Das norwegische Gesundheitsministerium erwägt laut Europenews zur Zeit eine Regelung zur Beschneidungen bei Jungen. Parteien fordern ein vollständiges Verbot der Praxis bei Minderjährigen, was insbesondere die jüdische und muslimische Bevölkerung betreffen würde. Eine bekannte norwegische Kämpferin für Kinderrechte sagt: “”Es geht nicht darum, dass wir kein Verständnis für Minderheiten oder deren religiöse Traditionen haben, sondern, dass diese Prozedur irreversibel, schmerzhaft und riskant ist”.

Betroffener berichtet über immense Leiden infolge der Beschneidung

Der Humanistische Pressedienst hat heute den Bericht eines Mannes veröffentlicht, welcher an den Folgen der Beschneidung lange gelitten hat. Insbesondere ging es um Gefühle der “Minderwertigkeit, wenn ich daran dachte, dass andere Jungen einen vollständigen Körper haben durften und ihnen nicht am intimsten Bereich ihres Körpers ein Stück weggeschnitten worden war.” Der Bericht ist auf den Online-Seiten des Humanistischen Pressedienstes nachzulesen.

“Religiöse Beschneidung ist als Kindesmisshandlung zu betrachten”

Die religiöse Beschneidung sollte wie Kindesmisshandlung betrachtet werden. Dieses fordert ein Gremium bestehend aus Hebammen, Schwestern, Gynäkologen und Geburtshelfern in einer gemeinsamen Erklärung. Diese Petition ist in der vergangenen Woche in der englischsprachigen Presse veröffentlicht worden, eine deutsche Übersetzung ist seit diesem Wochenende auf Europenews zu finden.