Bogaletch Gebre: “Wie kann etwas, das Kinder tötet, Kultur sein?”

Drastische Kritik an der Verstümmelung kindlicher Genitalien übt die Äthiopierin Bogaletch Gebre, die in einem aktuellen Artikel der Zeitung “Die Welt” zu Wort kommt. Die Frauenrechtlerin schaffte es, in afrikanischen Regionen mit Bildung für Frauen und Diskussionen mit Traditionalisten die Zahl der Beschneidungen drastisch zu senken. 

Das umstrittene Ritual soll traditionellem Glauben zufolge die Fruchtbarkeit erhöhen, kostet aber rund zehn Prozent der Frauen durch Infektionen und unkontrollierten Blutverlust das Leben. “Ich könnte ohne Weiteres selbst tot sein, wie so viele andere Mädchen”, sagte Gebre, die diese Prozedur als Kind über sich ergehen lassen musste. Sie hat die Organisation “Kembatti Mentti Gezzimma” gegründet, die gegen weibliche Genitalverstümmelung kämpft.

17 Jahre Haft: Britin tötete Sohn, weil dieser den Koran nicht auswendig kannte

Für 17 Jahre muss eine 33-jährige Frau in Großbritannien ins Gefängnis. Hierzu hat sie nun ein Gericht in der walisischen Hauptstadt Cardiff verurteilt. Die aus Indien stammende Frau hatte ihren siebenjährigen Sohn getötet, weil er Korantexte nicht auswendig gelernt hatte.
Die Tat war im Juli 2012 auf bestialische Weise geschehen. Mit einem Stock hatte die Mutter das hilflose Kind totgeschlagen. Darüberhinaus hatte die Frau das Kind bereits über Monate hinweg verschiedenartig misshandelt, so das Gericht. Sie habe ihm dadurch “anhaltende” Grausamkeiten zugefügt, erweiterte der Richter die Urteilsbegründung.
Der 38-jährige Lebensgefährte stand zunächst im Verdacht, sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar gemacht zu haben.  Von diesem Vorwurf war er jedoch schließlich freigesprochen worden.