Verwaltungsgericht weist Klage von muslimischem Tierschänder klar ab

Opferfest

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat dem Kläger Metim D. nahegelegt, seine Klage zurückzuziehen, berichtet die Presse. Metim D. hatte den Kreis Recklinghausen verklagt, weil dieser sich geweigert hatte, eine Genehmigung zu erteilen, aufgrund derer der Kläger in seinem Betrieb in der Stadt Marl 1000 Schafe täglich hätte schächten dürfen. Der Gerichtssaal war laut Medienberichten bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Prozess sollte offiziell bereits vor Monaten stattfinden, war aber auf diese Woche vertagt worden.

Dänemark: Gesetz gegen Schächten von Tieren endlich in Kraft getreten

Der dänische Minister für Landwirtschaft und Nahrungsmittel-Industrie , Dan Jørgensen, hat die Rechte von Tieren gegenüber religiösen Gruppen gestärkt. Auf sein Betreiben hin ist in Dänemark nun ein Gesetz in Kraft getreten, das das Schlachten von Vieh ohne vorherige elektrische Betäubung verbietet. Der Minister räumte ein, dass dieses Gesetz mit den Anliegen vieler Muslime und Juden kollidiere, verteidigte jedoch in der Presse die neue Regelung. Ein ähnliches Gesetz wie jetzt in Dänemark hat in den Niederlanden schon länger Bestand. In Deutschland ist das Schächten aus religiösen Gründen nach wie vor erlaubt, wenn ein entsprechender Antrag von den Behörden bewilligt wird. 

Umfrage: Engländer mehrheitlich gegen rituelles Schächten

Die Mehrheit der englischen Bevölkerung lehnt die rituelle Schlachtung von Tieren ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle YouGov Umfrage. Während sich 45 % der Befragten für ein gesetzliches Verbot ritueller Schlachtung aussprachen, lehnten lediglich 27 % ein solches Verbot ab, 28% hatten keine Meinung zu dem Thema. 

File:Shechita.JPGStephen Evans, Kampagnenmanager der National Secular Society schließt sich der Mehrheitsmeinung an:  „Der überwiegende wissenschaftliche Konsens ist, dass das Schlachten ohne vorhergehende Betäubung den Tieren vermeidbaren Stress bereitet und unnötige Schmerzen zufügt. Deshalb setzt sich die National Secular Society für die Abschaffung der Ausnahmeregelungen ein, die es religiösen Gemeinschaften erlauben, ohne vorrangehende Betäubung zu schlachten.

So lange solche Ausnahmen gewährt werden, sollte das Fleisch, das aus Schlachtungen ohne vorangehende Betäubung stammt, zumindest besonders gekennzeichnet werden, damit die Konsumenten in die Lage versetzt werden bewusst und informiert einzukaufen. Es sei verstörend, dass das derzeit nicht der Fall ist und die Konsumenten deshalb häufig gegen ihren Willen dazu gebracht würden, religiöse Schlachtungen zu unterstützen.