Kreuzberger Mehringdamm: Brutale Migranten attackieren “Miss CSD”

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Die aktuelle Berliner “Miss CSD”, der Travestie-Künstler Estelle van der Rhone, ist im muslimischen geprägten Berliner Stadtteil Kreuzberg Opfer eines Überfalls geworden. Rhone wurde am Mehringdamm physisch angegriffen, nachdem sich ein junger Mann von der Frauenkleidung provoziert fühlte.  Laut Rhone fühlten sich etwas zehn „junge Männer mit Migrationshintergrund“ durch die Frauenkleidung, die der Travestiekünstler trug, provoziert. Sie sollen ihn zunächst bespuckt und beleidigt haben, bevor laut Tagesspiegel der Haupttäter zuschlug. 

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Shereen El Feki über Homosexuelle in der arabischen Welt

Die britische Journalistin Shereen El Feki hat sich an das Tabuthema Sex im Islam herangewagt und lässt in ihrem Buch “Sex und die Zitadelle” auch Homosexuelle und Transgender zu Wort kommen. 

Sex und die Zitadelle“Sex und die Zitadelle” – der Buchtitel erinnert unwillkürlich an die Kult-Serie “Sex and the City”. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn die ägyptisch-britische Journalistin und Autorin Shereen El Feki hat sich an das Tabu in der arabischen Welt herangewagt: Sex. Ein schwieriges Unterfangen, weil es sehr wenige bis gar keine Statistiken über Sexualverhalten gibt. Daran hat der Arabische Frühling kaum etwas geändert. Und doch ist es El Feki gelungen, von Marokko bis Saudi-Arabien Experten wie Männer und Frauen von nebenan zu verschiedenen Themen des Sex- und Liebeslebens zu befragen.

So traf die Autorin die zwei schwulen Männer Nasim und Munir, die in Kairo leben. Nasim gehört der Oberschicht an, Munir ist einfacher Arbeiter. Das hat Auswirkungen. So wäre Nasim bei einer Festnahme durch die Polizei in kürzester Zeit wieder frei, weil er einflussreiche Personen kennt. Munir hingegen habe bereits mehrere Monate Gefängnis, Folter als auch Vergewaltigung durch Polizisten erlebt, wie er selbst erzählt. Kurios: Homosexualität sei in Ägypten offiziell nicht verboten, erklärt El Feki, angewendet werde der Gummi-Paragraf gegen “gewohnheitsmäßige Ausschweifung”. Diesen nutze die Polizei aus – auch um etwa gegen unverheiratete Frauen vorzugehen. Den Beamten gehe es nur um die Ausübung von Macht, konstatiert El Feki.

Diese willkürliche Machtausübung haben Schwule in Kairo mit dem “Queen-Boat”-Vorfall noch böse in Erinnerung. 52 Männer wurden im jahr 2001 festgenommen, widersinnigen Analuntersuchungen unterzogen, medial an den Pranger gestellt und von einem Gericht verurteilt. Darum sind bis heute Schwule aus Kairo sehr vorsichtig. Nasim schaut zu, dass er sich nicht an Orten aufhält, die “zu schwul” seien. Einzig an den Tagen während der Revolution, so schildert Munir stolz, sei es egal gewesen, ob man schwul oder hetero ist. Man war einfach Ägypter. Diese Revolutionserfahrung, Teil des Landes zu sein, taucht als Motiv im ganzen Buch immer wieder auf.

Aus Selbsthass: Schwule türkische Familienväter misshandeln Transsexuelle

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Transsexuelle leben in Istanbul ghettoisiert. Das SZ-Magazin hat mithilfe einer Fotografin nun entsprechende Einblicke gegeben: “Türken hassen Transsexuelle, ihre Familien verstoßen sie. Täglich werden sie auf der Straße verspottet, diskriminiert oder mit irgendwelchen Sachen beworfen. Polizisten schikanieren sie bei Festnahmen aus an den Haaren herbeigezogenen Gründen wie Erregung öffentlichen Ärgernisses”.

Die größte Gefahr geht von gewalttätigen Prostitutionskunden aus: “Viele Transsexuelle sterben oder werden verletzt, weil einige Männer nach vollzogenem Akt auf sie losgehen – aus Selbsthass, dass sie Sex mit einer von ihnen hatten.” Besonders heimlich-schwule türkische Familienväter zählen zu den Kunden der transsexuellen Ghettobewohner – laut SZ-Informantin eine “komplizierte psychologische Geschichte.”

Erst kürzlich hatte der Europäische Ausschuss für Soziale Rechte in einem Bericht festgestellt: Die türkischen Behörden versagen dabei, Homosexuelle und Transgender vor Benachteiligung und Gewalt zu schützen. Die islamisierte türkische Gesellschaft ist gegenüber Schwulen sehr ablehnend eingestellt.  In einem solch homophoben Klima entsteht unter schwulen Männer schließlich Selbsthass, der dann wiederum auf Transsexuelle “umprojiziert” wird.